Hohnstedt: „Das war gar nichts“

  • Datum: 06. Oktober 2020
  • Quelle: Kreiszeitung.de

  • Autor: Matthias Borchardt

Hohnstedt
  • Grafik: HSG Hunte-Aue Löwen

Desolate HSG Hunte-Aue Löwen geht in Schwanewede unter / Rot für Heemann

Schwanewede – Desolate Vorstellung zum Saisonauftakt: Die Oberliga-Handballer der HSG Hunte-Aue Löwen verloren am Freitagabend bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 28:40 (13:21). „Das war eine ganz schlechte Leistung. Die Absprache in der Deckung stimmte nicht, und das Zusammenspiel passte auch nicht. Wir hatten über 20 Fehlversuche“, analysierte Löwen-Trainer Heiner Thiemann. Lichtblicke beim Verlierer waren der eingewechselte Rückraumakteur Luis Lengauer (3) und Torhüter Frederik Hohnstedt, der in der zweiten Halbzeit einige Bälle parierte, darunter auch einen Strafwurf von Torben Pilger (3). „Wir hatten keine Abwehr und keinen Angriff – nur Einzelspieler. Das war gar nichts“, wetterte ein verärgerter Hohnstedt.

„Die Partie war eine absolute Katastrophe. Wir haben von Beginn an keinen Zugriff auf das Spiel gehabt. Im Angriff ist noch absolut kein Spielfluss zu sehen, und die Deckung hat heute den Namen nicht verdient gehabt. Ich glaube, dass Schwanewede noch nie so einfach Tore geworfen hat“, vermutete Cedric Quader, Kapitän der HSG Hunte-Aue Löwen.

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Aufgrund einer schlechten Vorbereitung waren die Voraussetzungen bei den Gästen alles andere als optimal, zumal die Rückraumakteure Stefan Beljic (Schulterverletzung) und Kamil Chylinski (Bänderriss im Sprunggelenk) fehlten. In der Anfangsphase glichen Michael Romanov und Patryk Abram nach einem 1:3 (4.) zum 3:3 (6.) aus. Bis zum 4:5 (8.) blieb es eng, ehe die „Schwäne“ nach dem fünften Treffer von Linksaußen Karlo Oroz (11/3) auf 9:4 (12.) davonzogen. Marko Pernar verteidigte gegen den Kroaten schlecht. Zwar verkürzte Romanov noch einmal zum 7:11 (16.), doch danach brach der letztjährige Tabellenzwölfte total ein. Mit einem 7:0-Lauf bauten die läuferisch überlegenen Gastgeber ihren Vorsprung auf 18:7 (23.) aus. „Die Mannschaft stand total neben sich“, schüttelte Thiemann nur mit dem Kopf.

Nach dem Wechsel gelang Romanov das 14:21. Im folgenden Angriff traf Rückraumakteur Marc Blum trotz Behinderung in der Tempophase zum 22:14 (31.), blieb danach aber auf dem Hallenboden liegen. Nach kurzer Besprechung zeigten die Schiedsrichter Doreen Männich und Torben Struckmeier Kevin Heemann für dieses Foul die Rote Karte. Eine äußerst harte Entscheidung. „Das war der endgültige Genickbruch“, bewertete Thiemann die Szene. Spätestens beim 30:18 (41.) durch Rechtsaußen Tim Paltinat (8) war die Begegnung gelaufen. Als Rückhalt im Tor der Schwaneweder erwies sich Jan Claas Tholen, der unter anderem Siebenmeter von Jan Linné (4/1) und Quader (8/3) hielt. Den Schlusspunkt zum 28:40 setzte Quader.

„Das war in allen Belangen ein gebrauchter Tag“, hakte Thiemann das erste Saisonspiel nach der langen Corona-Zwangspause ab.  mbo

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2020-10-06T07:56:57+02:00

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