
Die Rubrik Nachspielzeit behandelt Nachdreher-Geschichten vom Sportwochenende. © Imago
Von: Fabian Terwey
Wilhelmshaven-Trainer Christian Schmalz setzte am Samstagabend nach dem Sieg bei den Lady Lions zu einer regelrechten Lobeshymne auf den geschlagenen Gegner an. Die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Hunte-Aue Löwen dürfte das inmitten der verkorksten Saison freuen.
Die Lady Lions befinden sich geradewegs auf Abstiegskurs, doch Christian Schmalz fand für das Schlusslicht der Handball-Regionalliga am Samstagabend mehr als nur anerkennende Worte. Der Wilhelmshaven-Trainer hatte mit seinem WHV soeben einen verdienten Sieg bei der HSG Hunte-Aue Löwen eingefahren, als er zu einer regelrechten Lobeshymne ansetzte. Denn dem Coach imponierte das Verhalten des Gegners in der sportlich schweren Zeit in ganz besonderer Weise: „Andere Teams hätten sich in der Situation längst aufgegeben oder gegenseitig zerfleischt. Aber diese Mannschaft kämpft immer weiter.“
Zwischenzeitlich hatte die Mannschaft von Mateusz Chylinski bereits mit sechs Toren hinten gelegen, sich in der heimischen Diepholzer Mühlenkamphalle aber bis zur Schlusssirene noch einmal auf 25:27 herangekämpft. Ebenfalls positiv aus Sicht des Gäste-Coaches: „Es gibt hier auch gar keine Trainerdiskussion. Toll!“
Zwar geht Schmalz angesichts der aussichtslosen Lage des Tabellenletzten bei sieben Punkten Rückstand zum rettenden Ufer von einem Abstieg aus, würde in dem Fall aber gerne schnell wiederkommen mit dem aktuellen Tabellenvierten und hofft deshalb auf einen Wiederaufstieg der Löwinnen. Grund: „Die HSG hat einfach die schönste Halle der Liga und mit der Musik und der Lichtershow die beste Einlaufzeremonie.“






