Bekam einiges ab: Der wendige Löwen-Mittelmann Marek Damm stieß oftmals in die Lücken der Abwehr von Hatten-Sandkrug. © Terwey

Von: Fabian Terwey

Die Löwen feiern einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Keeper Stanko Petrovic und Kamil Chylinski glänzen in der Diepholzer Mühlenkamphalle. Die Stimmen zum Kellerduell gegen die TSG Hatten-Sandkrug.

Diepholz – Kapitän Patryk Abram polierte mit seinem Handtuch die Glatze von Keeper Stanko Petrovic, Samuel Kukucka brüllte beim Posieren für das Siegerfoto seine ganze Freude heraus, und Trainer Marko Pernar klatschte seine Spieler glückselig ab. Die Erleichterung war den Oberliga-Handballern der HSG Hunte-Aue Löwen am Samstagabend anzusehen. Mit 35:28 (17:14) hatten sie Abstiegsrivale TSG Hatten-Sandkrug niedergerungen und damit den perfekten Start ins Kalenderjahr gefeiert.

„Es war ein sehr wichtiges Spiel gegen einen Mitkonkurrenten. Jetzt stehen wir wieder vor denen – ein super Gefühl“, freute sich Marek Damm. Obendrein hatten der Mittelmann und seine Mannschaft den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf zwei Punkte ausgebaut.

HSG Hunte-Aue Löwen – TSG Hatten-Sandkrug 35:28 (17:14)

Löwen: Petrovic (1), Leiba – Beljic, Tabeling (1), Kukucka (3), Planitz (1), Damm (2), Stankovic (4), Chylinski (11/7), Mehinagic (5), Abram (3/1), Kambachev, Lutz (4).

„Ich freue mich richtig“, sagte Pernar nach dem Triumph vor 100 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle: „Besonders, weil wir mit Selbstvertrauen gespielt haben. So, wie es sein soll. Wir brauchen Mut, keine Angst. Es macht nichts, wenn man mal einen verwirft, nur schnell zurückgehen muss es dann.“

Bester Werfer der Löwen: Kamil Chylinski. © Terwey

Das hatte der Coach seinen Löwen in der ungewohnt langen Vorbereitung auf das Spiel eingeimpft. Hintergrund: Zwei Partien nach der kurzen Weihnachtspause waren zuvor ausgefallen.

Den Klassiker: ein Hamburger Royal TS Menü bei Mecces.

Löwen-Mittelmann Marek Damm auf die Frage, was er sich nach dem erlösenden Sieg gönnt

„Wir haben zwei Wochen gut trainiert und uns gut vorbereitet“, erklärte Damm nach dem ungefährdeten Sieg: „Wir haben die Spiele von denen angeguckt, und da wussten wir, dass wir die Mitte komplett dicht machen müssen. Das hat gut geklappt, und so konnten wir relativ fix nach vorne laufen. Der Plan ist voll aufgegangen.“

Das sah auch Käpt‘n Abram so: „Wir haben diesmal zum Glück viele Sachen, die Marko uns gesagt hat, umgesetzt.“ Und so konnte Pernar stolz sein auf sein Kollektiv, aus dem Petrovic und Kamil Chylinski herausragten. Letzterer war mit elf Toren bester Werfer und verwandelte nervenstark sieben von sieben Siebenmetern. Der Keeper überzeugte mit knapp 40 Prozent gehaltenen Bällen und ließ die Gäste nach der 17. Minute nie näher herankommen als auf zwei Tore – zuletzt beim 26:24 (46.).

„Ein 1a-Torhüter“, lobte Damm. Chylinski fügte hinzu: „Wir haben als Mannschaft super zusammengespielt. Jetzt müssen wir in Oyten nächste Woche weiter Gas geben und nachlegen.“

Spieler des Wochenendes: Kamil Chylinski

Der Rückraumshooter traf elfmal, davon siebenmal per Siebenmeter und erwies sich als lautstarker Leader im Löwen-Rudel.