
Hat sich verbessert und ihre Chance genutzt: Löwen-Kreisläuferin Antonia Richter betreibt mit ordentlichen Leistungen Eigenwerbung für sich. © Könemann
Von: Matthias Borchardt
Die HSG Hunte-Aue Löwen gastieren beim Tabellenzweiten SV Altencelle. Dem Schlusslicht fehlen vier verletzte Stammspielerinnen für die schwere Partie.
Diepholz – Nichts zu verlieren haben die stark abstiegsgefährdeten Handball-Regionalliga-Frauen der HSG Hunte-Aue Löwen, wenn sie sich am Samstag um 19.15 Uhr beim spielstarken Tabellenzweiten SV Altencelle vorstellen. Zuletzt verkauften sie sich ohne die erkrankte Torjägerin Karla Witte und Leistungsträgerin Kim Klostermann (Bruch des linken Außenknöchels) beim 30:33 gegen den Rangdritten Hannoverscher SC teuer.
„Wir haben keinen Druck mehr, wollen Spaß haben und uns von der besten Seite präsentieren. Wir können in Altencelle nur positiv überraschen“, unterstreicht Löwen-Coach Mateusz Chylinski. Ähnlich sieht es Co-Trainer Bernd Öhlmann und gibt die Marschroute aus: „Wir wollen uns nicht abschießen lassen.“
Löwen-Kreisläuferin Antonia Richter, die zuletzt zehn Treffer in zwei Spielen erzielt hatte, hakt die Begegnung nicht schon im Vorfeld ab: „Wenn wir so weitermachen, wie wir in den zurückliegenden vier Partien gespielt haben, dann haben wir gute Chancen auf ein spannendes und ausgeglichenes Spiel – und vielleicht nehmen wir sogar zwei Punkte mit nach Hause.“ Damit das auch klappt, fordert die 25-Jährige: „Wir müssen weiterhin einen klaren Kopf behalten und bis zur letzten Sekunde kämpfen.“
Im Hinspiel hatten die „Lady Lions“ beim 17:38 nicht den Hauch einer Chance, verloren bereits in der dritten Minute nach einem Foul die Rückraumakteurin Lea Hillmer mit einer Roten Karte. Der SV Altencelle stellt die spielerisch stärkste Mannschaft in der vierthöchsten Klasse.
Dreh- und Angelpunkt ist Fabienne Bahls. Die 30-Jährige zieht in der zweiten Reihe die Fäden, sie ist torgefährlich und setzt ihre Mitspielerinnen in Szene. Mit 79 „Buden“ führt sie die interne Torschützenliste an.
Zu beachten sind ferner die Rückraumspielerinnen Carina Wolf (57/16), Karla Mudrow (54), Rechtsaußen Celina Aylin Bielfeld (58) und die robuste Kreisläuferin Kristin Skorek (54/40). Chylinski lobt den Meisterschaftsanwärter in höchsten Tönen: „Das ist eine Bomben-Truppe, da gibt es kaum Schwachpunkte. Altencelle drückt aufs Tempo.“
Personell sieht die Lage beim Schlusslicht weiterhin alles andere als rosig aus. Karla Witte ist mit einem grippalen Infekt noch krankgeschrieben, und Kreisläuferin Laura Scheper schlägt sich mit Rückenproblemen herum.
Nicht dabei sind Lina Witte (Kreuzbandriss), Kim Klostermann (Knöchelbruch), Helene Menge (Kieferoperation) und Madeline Matos Ferreira (lädierte Schulter). Aus der Oberliga-A-Jugend helfen erneut Sherin Mohammad, Jolina Iven und Evelyn Meyer aus.
Öhlmann gewinnt der Verletztenmisere aber auch einen positiven Aspekt ab: „Die jungen Spielerinnen kommen zum Einsatz und entwickeln sich weiter.“
Jüngstes Beispiel: Linkshänderin Ellen Schlömer nutzte ihre Chancen im halbrechten Rückraum und traf gegen Hannover achtmal.






