
Traf elfmal, lässt ihre Zukunft aber noch offen: Löwen-Torjägerin Karla Witte. © Krüger
Von: Matthias Borchardt
Nach dem feststehenden Abstieg holen die Löwinnen ein 34:34-Unentschieden. Lea Hillmer und Karla Witte treffen jeweils elfmal.
Rosdorf – Nicht wie ein Absteiger haben sich die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Hunte-Aue Löwen am Samstag vor knapp 200 Zuschauern präsentiert: Mit einem Rumpfkader knöpfte das Schlusslicht Aufsteiger MTV Rosdorf beim 34:34 (18:16) einen Zähler ab.
Von der Rechtsaußenposition erzielte Linkshänderin Ellen Schlömer eine Sekunde vor dem Abpfiff den Ausgleich. „Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, wir nehmen den Punkt gern mit“, sagte Löwen-Trainer Mateusz Chylinski. Ähnlich sah es Co-Trainer Bernd Öhlmann: „Das ist ein gerechtes Unentschieden. Die kämpferische Leistung war gut.“
MTV Rosdorf – HSG Hunte-Aue Löwen 34:34 (16:18)
Löwinnen: Michel – Bünte (40. bis 53.) – Schlömer (1), Menge, Dießel (2), Scheper (4), J. Klostermann, K. Witte (11/1), Hillmer (11/1), A. Meyer (3), Kambacheva (2).
In ordentlicher Verfassung präsentierten sich die Rückraumspielerinnen Lea Hillmer und Karla Witte, die jeweils elfmal trafen. Torjägerin Witte lässt ihre Zukunft offen: „Das Training bei SFN Vechta hat mir gefallen. Wann ich eine Entscheidung treffen werde, kann ich noch nicht sagen, da noch weitere Gespräche offen sind.“ Das trifft auch auf Torhüterin Jessica Michael zu, die ebenfalls beim Drittligisten mittrainiert hat.
Die Gäste erwischten einen guten Start, führten nach einem Witte-Tor mit 8:3 (10.). „Anschließend haben wir leichtfertig den Vorsprung abgegeben“, monierte Chylinski. Neele Diek egalisierte zum 9:9 (16.). Die „Lady Lions“ fingen sich wieder, führten nach einem Treffer von Linksaußen Alena Meyer mit 15:13 (25.) und verteidigten den knappen Vorsprung bis zur Pause – 18:16. „Die erste Halbzeit haben wir verdient gewonnen“, urteilte Öhlmann.
Nach dem Wechsel erhöhte Kreisläuferin Laura Scheper auf 22:19 (37.). Kurze Zeit später musste die 27-Jährige verletzt (Knie überstreckt) auf die Bank. Beide Mannschaften schenkten sich weiterhin nichts. Diek (6) glich zum 24:24 (44.) aus. In der Endphase machte der MTV Rosdorf, beim Neuling fehlte verletzungsbedingt Goalgetterin Pia Liebing, aus einem 29:29 (53.) eine 32:29-Führung (56.).
Die Löwinnen kämpften jedoch weiter und schafften durch Tore von Witte (2) und Lisanne Dießel den Ausgleich zum 32:32 (57.). Der Tabellensiebte legte mit den beiden Haupttorschützinnen Finja Nückel (8/4) und Mia Pelesic (6) noch zweimal vor, aber der Absteiger antwortete mit zwei „Buden“. „Die 6:0-Abwehr stand gut“, lobte Öhlmann die Deckungsarbeit. Als Rückhalt im Kasten erwies sich in der packenden Schlussphase Kapitänin Michel.






