Lichtblick in der zweiten Hälfte: Rechtsaußen Elis Kambacheva (Mi.) von der HSG Hunte-Aue Löwen traf beim 22:33 fünfmal. © Krüger

Von: Matthias Borchardt

Beim neuen Regionalliga-Tabellenführer Altencelle waren die Löwinnen chancenlos. Zwei weitere Spielerinnen verletzten sich während der 22:33 (5:15)-Pleite.

Celle – Die Partie war bei einem 5:15-Rückstand bereits zur Pause entschieden: Die Handball-Regionalliga-Frauen der HSG Hunte-Aue Löwen unterlagen am Samstag beim neuen Spitzenreiter SV Altencelle erwartungsgemäß mit 22:33. Sechs Spieltage vor Saisonende rückt für das Schlusslicht der Abstieg immer näher.

„Mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden, da haben wir vorn besser gespielt. Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt, am Ende ist es ein akzeptables Ergebnis“, fasste Löwen-Coach Mateusz Chylinski zusammen. Co-Trainer Bernd Öhlmann ärgerte sich über die Leistung in den ersten 30 Minuten: „In der ersten Hälfte haben wir zu viele Fehler gemacht, sind nicht richtig wach gewesen. Wir haben uns sieben oder acht Tore über die erste und zweite Welle eingefangen.“

SV Altencelle – HSG Hunte-Aue Löwen 33:22 (15:5)

Löwen: Michel, E. Meyer (ab 50.) – Iven, Schlömer, Mohammad, Dießel (2), Richter (1), Scheper (2), J. Klostermann, Witte (8/1), Hillmer (4), A. Meyer, Kambacheva (5).

Lichtblicke bei den „Lady Lions“ waren Torhüterin Jessica Michel, die einige Bälle abwehrte, Kreisläuferin Laura Scheper (2) im Mittelblock der 6:0-Abwehr und Linkshänderin Elis Kambacheva, die alle ihre fünf Tore nach dem Wechsel erzielte.

Die Verletzungssorgen haben sich beim Tabellenletzten allerdings vergrößert: Lina Witte (Kreuzbandriss), Kim Klostermann (Knöchelbruch), Helene Menge (Kieferoperation) und Madeline Matos Ferreira (lädierte Schulter) fallen schon länger aus. Neu dazugekommen sind Linkshänderin Ellen Schlömer und Kreisläuferin Antonia Richter, die mit Sprunggelenksverletzungen in der ersten beziehungsweise zweiten Halbzeit ausgeschieden sind. „Wir haben diese Saison die Seuche“, unterstrich der 62-jährige Öhlmann treffend.

Nach der 24:26-Niederlage des bisherigen Tabellenführers BV Garrel bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn gingen die Gastgeberinnen vor 300 Zuschauern motiviert ins Spiel und führten nach zwölf Minuten mit 7:1. Löwen-Torjägerin Karla Witte, die krankheitsbedingt zehn Tage lang nicht trainiert hatte, blieb zunächst auf der Bank. Die 25-Jährige kam nach zehn Minuten und traf zum 4:10 (20.). Der SV Altencelle nutzte die Fehler der Gäste weiterhin aus, lag nach einem Treffer von Rückraumakteurin Fabienne Bahls (4) beim 14:4 (26.) erstmals mit zehn „Buden“ vorn.

Nach der Pause hielten die Löwinnen mehr dagegen, packten in der 6:0-Deckung besser zu und ließen den Ball laufen. Kambacheva verkürzte zum 13:22 (43.). Doch Altencelle ließ sich mit Haupttorschützin Jana Kahle (6) aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, feierte am Ende den 14. Saisonsieg und die Tabellenführung. „Wir haben uns in der zweiten Hälfte deutlich gesteigert, haben aber den Rückstand nicht aufholen können“, urteilte Löwen-Rückraumspielerin Lea Hillmer (4) abschließend.