
Im Abstiegskampf gefordert: Stanko Petrovic (Mitte) und seine Torhüter-Kollegen. © Göbel
Von: Hannes Göbel
Die HSG Hunte-Aue Löwen stehen mitten im Abstiegskampf der Handball-Oberliga. Vor dem Heimspiel gegen Tabellennachbar Bremervörde sind nun auch die Torwart-Qualitäten gefragt.
Diepholz – Die Oberliga-Handballer der HSG Hunte-Aue Löwen stehen nach der Niederlage beim TV Schiffdorf (31:36) mit nur drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz enorm unter Druck und müssen am Freitagabend gegen Tabellennachbar TSV Bremervörde (20 Uhr/Mühlenkamphalle Diepholz) möglichst einen Sieg einfahren. Im Fokus stehen dabei auch die Torhüter um Stammkeeper Stanko Petrovic, der die Löwen mit seinen Paraden über die Saison hinweg oft im Spiel gehalten hatte – seine Finger zuletzt in Schiffdorf aber auch nicht mehr an die Bälle bekam.
Stankovic mit Form-Problemen, Kowalski wieder dabei
„Ich habe vor ein paar Wochen mit Darmproblemen gekämpft und meinen Rhythmus etwas verloren. Die letzten zwei Spiele war ich nicht so zufrieden mit meiner Leistung“, erklärt Petrovic im Gespräch mit der Mediengruppe Kreiszeitung. Da Torwart-Kollege Peter Kowalski wegen seines Studiums aber nicht regelmäßig bei den Spielen mitwirken kann und Nachwuchstalent Maksym Leiba noch etwas Zeit benötigt, ist Petrovic mit viel Spielzeit gefordert. Dass Kowalski gegen Bremervörde wieder dabei ist, wie Trainer Marko Pernar bestätigt, könnte für die Löwen Gold wert sein.
„Für uns ist es ganz wichtig, dass wir in der Abwehr die Unterstützung der Torhüter haben“, weiß Pernar und betont, dass alle drei wichtig fürs Team sind. Dennoch freut er sich über den Einsatz von Kowalski, gegen den es „schwer wird zu treffen, wenn er gut drauf ist“.
„Nur der Sieg zählt“
Als Konkurrent sieht der 36-jährige Petrovic seinen Kollegen nicht – besonders nicht in dieser prekären Lage: „Es ist egal, wer im Tor steht, es zählt nur der Sieg.“ Das sieht auch Coach Pernar so, der verdeutlicht: „Es gibt keine Ausrede mehr! Wir müssen Leistung bringen.“ Ob am Freitagabend Kowalski oder doch Petrovic beginnt, da „muss ich mir nochmal Gedanken machen“, meint Pernar. Für einen Kowalski-Start könnten auch Petrovics anhaltende Probleme mit einem „dicken Zeh“ sprechen, die einen Einsatz des Torhüters aber nicht infrage stellen.
Gegen Bremervörde wird es wohl auf jede Parade ankommen, denn in der Hinrunde trennten sich die Teams 35:35. „Wir müssen unsere Abwehrleistung auf ein höheres Niveau bringen“, weiß Pernar. Insbesondere TSV-Torjäger und Ex-Löwe Lars von Kamp – mit 171 Toren bester Liga-Schütze – gilt es zu stoppen. Personell kann der Trainer dabei aus dem Vollen schöpfen.
Vorbereitung mit wenig Essen
Petrovic wird sich in jedem Fall vorbereiten wie immer: „Ich fühle mich besser, wenn ich leichter bin“, schildert er seine Angewohnheit, vor einem Spiel wenig zu essen. „Vier bis fünf Stunden“ vor Anwurf versucht er sogar, komplett auf eine Mahlzeit zu verzichten. Kurz vor dem Spiel darf es gelegentlich eine Banane vom Kabinen-Buffet sein.






