
Mit Herz dabei: Trainer Marko Pernar erklärt seinen Löwen eindringlich einen Spielzug. © Tamino Büttner
Von: Fabian Terwey
Trainer Marko Pernar ist zurück aus seinem Heimaturlaub in Serbien und hatte sich mit den Löwen bereits auf den Kellerkracher in Schiffdorf vorbereitet, doch jetzt fällt das Spiel aus. Was dahinter steckt.
Barnstorf – Die handballfreie Zeit verbrachte Marko Pernar mit seiner Frau Jovana in der serbischen Heimat. Bei seinen Eltern in der Nähe von Novi Sad kam die ganze Familie des Trainers der HSG Hunte-Aue Löwen zusammen – neben seiner serbischen Mutter und dem kroatischen Vater auch seine Schwester, die Vettern, Cousinen, Nichten und Neffen. Zeitweise waren sie 22 Leute. Gemeinsam feierten sie Weihnachten und den Jahreswechsel.
Nach dem „Akkuaufladen“ ist der Coach wieder zurück in Barnstorf und bereitete sich von Montag an mit seinem Oberliga-Team auf den Kellerkracher beim Schlusslicht TV Schiffdorf vor. Doch das eigentlich für Samstagabend angesetzte Spiel fällt jetzt aus, wie der Gegner bekannt gab.
Grund für die Absage ist die Sperrung aller kreiseigenen Sporthallen im Landkreis Cuxhaven. „Die Schneelast auf den Dächern droht zu groß zu werden. Wir müssen das Spiel nachholen“, erklärt Schiffdorfs Spartenleiter Jens Peter Andersen. Angesprochen auf einen möglichen Heimrechttausch verweist der Club-Verantwortliche auf die verkehrsgefährdende Wetterlage mit Glatteis und Schnee: „Es ist besser für alle, wenn wir nicht spielen.“
Pernar hätte aus rein sportlicher Sicht gerne gespielt, um mit einem Sieg den nächsten Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen und den Punktevorsprung auf Schiffdorf auf fünf Punkte auszubauen. Doch der Spielausfall dürfte ihm und seinen Löwen auch entgegenkommen. Denn Mittelmann Marek Damm und Peter Kowalski hätten aus privaten beziehungsweise studiumsbedingten Gründen gefehlt. Nikola Stankovic quält sich derzeit zudem mit einer Erkältung herum.
Und auch in Sachen Fitness sieht Pernar nach seinem Eindruck aus dem Training noch Nachholbedarf: „Viele aus der Mannschaft waren in der Heimat, einige wie Patryk und Edo (Abram und Mehinagic, d. Red.) haben in der Zeit viel gemacht, andere weniger.“
Der Coach selbst will sich nach seinem Comeback auf der Platte zukünftig auf seine Tätigkeit als Trainer konzentrieren. „Das Spiel gegen Delmenhorst war nur eine Ausnahme“, blickt Pernar auf seinen Einsatz im November zurück. „Außerdem habe ich an den Feiertagen ein paar Kilos zugenommen. Die müssen erst wieder runter. Wir waren ja nicht nur bei meinen Eltern, sondern auch bei denen meiner Frau. Und ich habe oft gehört: ‚Komm, Marko, nimm noch was.‘ Ich habe viel zu viel gegessen.“






