Acht Tore warf Lea Hillmer (am Ball) für die Löwinnen in Garrel. Trotzdem war der Absteiger weit entfernt von einer Sensation. © Müller

Von: Matthias Borchardt

Die „Lady Lions“ hatten beim Tabellenzweiten keine Chance. Nachwuchskeeperin Evelyn Meyer verhinderte eine noch höhere Niederlage.

Diepholz – Da gab es nichts zu holen: Handball-Frauen-Regionalliga-Schlusslicht HSG Hunte-Aue Löwen hatte am Freitagabend mit einer Rumpftruppe beim BV Garrel nicht den Hauch einer Chance, verlor beim Tabellenzweiten mit 21:32 (10:17).

BV Garrel – HSG Hunte-Aue Löwen 32:21 (17:10)

Löwinnen: Michel, E. Meyer (15. bis 40.) – Schlömer, Mohammad (2), Menge, Dießel (2), Scheper (2), J. Klostermann (1), K. Witte (4), Hillmer (8/3), A. Meyer, Kambacheva (2).

„Wir haben sehr nervös gespielt. Unsere technischen Fehler wurden schon in der ersten Halbzeit mit Tempogegenstößen bestraft. Die zweite Hälfte lief besser, aber wir haben uns vorn nicht belohnt und zu viele klare Chancen ausgelassen“, analysierte Löwen-Trainer Mateusz Chylinski. Ordentliche Leistungen bescheinigte er Rückraumakteurin Lea Hillmer, die achtmal traf, und Nachwuchstorhüterin Evelyn Meyer, die unter anderem einen Siebenmeter von Johanne Hobbensiefken (3/1) parierte.

In der Anfangsphase verkürzte Hillmer zum 3:4 (8.), anschließend zogen die Gastgeberinnen vor 350 Zuschauern mit einem 4:0-Lauf auf 8:3 (12.) davon und bauten den Vorsprung auf 13:6 (18.) aus. „Unsere Angriffsleistung hat nicht gepasst. Wir haben zu viele Fehler gemacht“, monierte Co-Trainer Bernd Öhlmann. Der BV Garrel kam über die linke Angriffsseite mit Emily Fischer (8/2) und Isabel Gerken (4) über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren. Bis zur Pause blieb es beim Sieben-Tore-Rückstand – 10:17.

Nach dem Wechsel scheiterten die „Lady Lions“ mehrfach an der eingewechselten BVG-Keeperin Julia Thoben-Göken, die Hillmer auch einen Siebenmeter abkaufte. Die Heimmannschaft machte es besser, Rechtsaußen Emily Winkler erhöhte auf 22:12 (38.). Zwar verkürzten Laura Scheper, Karla Witte und Hillmer per Strafwurf auf 15:22 (41.), aber der Aufstiegsaspirant schlug aus einer weiteren Schwächephase Kapital.

Per Doppelpack legte Antonia Brinkmann (5) zum 28:16 (48.) nach. In der Endphase gelang Elis Kambacheva das 21:30 (58.), doch das Team von Trainer Marvin Muche warf noch zwei weitere Tore zum 32:21-Endstand. Hillmer hakte die 16. Niederlage hinterher schnell ab: „Wir waren am Anfang ideenlos, haben uns danach gesteigert, aber dann hat es nicht mehr gereicht, um den Abstand zu verkürzen.“