Wieder einsatzbereit: Kamil Chylinski. © Krüger, Cord

Von: Julian Diekmann

Nach der Auftaktniederlage gegen Oyten will Handball-Oberligist HSG Hunte-Aue Löwen am Samstag bei der TSG Hatten-Sandkrug die ersten Punkte der Saison holen. Beide Teams starteten schwach, das Duell könnte früh die Richtung der Saison vorgeben. Trotz Verletzungssorgen hofft Trainer Marko Pernar auf mehr Tempo, Durchschlagskraft und einen mutigen Angriff.

Barnstorf – Die Auftaktniederlage ist verdaut, der Blick nach vorne gerichtet: Nach dem 26:30 gegen den TV Oyten will Handball-Oberligist HSG Hunte-Aue Löwen am Samstag (18.30 Uhr) bei der TSG Hatten-Sandkrug die ersten Punkte der neuen Saison einfahren. Beide Teams starteten mit Niederlagen – und beide stehen nun schon früh vor einem richtungsweisenden Duell.

„Wir wollen es auf jeden Fall besser machen als gegen Oyten“, betont Trainer Marko Pernar. „Unser Ziel ist klar: ein Sieg, um in die Spur zu finden.“

Doch die Voraussetzungen sind nicht ideal. Mit Patryk Abram (Schlüsselbeinbruch) und Tristan Tabeling (Schulterverletzung) fehlen zwei wichtige Spieler. Gerade in der Offensive schwächelten die Löwen zuletzt. „Wir haben das Spiel gegen Oyten im Angriff verloren. Da waren wir viel zu statisch, zu passiv“, ärgert sich Pernar.

Die Trainingswoche stand deshalb ganz im Zeichen der Offensive: mehr Bewegung, mehr Disziplin, mehr Tempo. „Wir haben unsere Laufwege geschärft und verschiedene Deckungsvarianten trainiert“, berichtet der Coach.

Auch der Gegner hat seine Baustellen. Hatten-Sandkrug kassierte zum Auftakt beim TV Neerstedt eine deutliche 24:34-Pleite. Dennoch warnt Pernar: „Sie sind eine junge, schnelle Truppe. Sie spielen deutlich offensiver als vergangene Saison, haben mit Henrik Helge Küpker und Lasse Thünemann zwei starke Shooter und mit Nils Buschmann einen wendigen Torwart.“

Für die Löwen heißt das: höchste Aufmerksamkeit in der Abwehr – und endlich mehr Durchschlagskraft im Angriff. Kamil Chylinski, der nach seiner Oberschenkelzerrung zurückkehrt, könnte hier eine wichtige Rolle übernehmen. „Es freut mich, dass er wieder an Bord ist“, sagt Pernar.

Auch wenn die personellen Sorgen bleiben, ist der Glaube an einen Erfolg groß. „Wir müssen den Kampfgeist vom Oyten-Spiel mitnehmen und im Angriff mutiger auftreten. Dann können wir dort Punkte mitnehmen“, betont der Trainer.

Bereits in der Vorbereitung trafen beide Mannschaften aufeinander – mit knappem Ausgang. „Damals fehlten uns Spieler, trotzdem haben wir nur mit einem Tor verloren. Das zeigt, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird“, blickt Pernar voraus.