
Abschied: Lea Hillmer verlässt die Löwinnen nach der Saison und wechselt zum TV Cloppenburg. © Terwey
Von: Matthias Borchardt
Der Abstieg hatte sich für die Löwinnen bereits seit Längerem abgezeichnet, nach der Niederlage bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn ist er in rechnerischer Hinsicht besiegelt. Ebenfalls fix: Leistungsträgerin Lea Hillmer verlässt die Regionalliga-Handballerinnen nach der Saison und wechselt zum TV Cloppenburg.
Friedrichsfehn – Entscheidung gefallen: Vier Partien vor Saisonende steht der vorzeitige Abstieg der HSG Hunte-Aue Löwen aus der Handball-Frauen-Regionalliga fest. Das Schlusslicht verlor mit einem Rumpfkader von nur zwei Auswechselspielerinnen am Samstag vor 80 Zuschauern bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn mit 27:35 (14:19).
SG SV Friedrichsfehn/Petersfehn – HSG Hunte-Aue Löwen 35:27 (19:14)
Löwinnen: Michel, Bünte (ab 50.) – Menge (1), Dießel (3), Scheper (6), J. Klostermann, K. Witte (6), Hillmer (8/2), A. Meyer, Kambacheva (3).
Löwen-Coach Mateusz Chylinski nannte hinterher Gründe für den Abstieg: „Die ständigen Ausfälle haben wir nicht kompensieren können. Das hat sich auch im Training widergespiegelt. Wir hatten auch keine gute Vorbereitung.“
Ob der 35-Jährige zusammen mit Co-Trainer Bernd Öhlmann auch in der Oberliga weitermacht, steht noch nicht fest: „Wir hatten am Freitag ein erstes produktives Gespräch mit Heiner und Lasse Thiemann.“ Ein weiterer Austausch folgt in den kommenden Tagen.

Überzeugte in Friedrichsfehn: Löwen-Kreisläuferin Laura Scheper, die beim 27:35 sechsmal traf, aber auch zwei Zeitstrafen kassierte. © Krüger
Schon jetzt steht aber fest, dass die „Lady Lions“ künftig ohne Leistungsträgerin Lea Hillmer auskommen müssen. Sie wechselt nach fünf Spielzeiten zum Oberligisten TV Cloppenburg. „Ich wusste, dass ich zurückkehren werde. Der zeitliche Aufwand ist groß. Ich lebe und arbeite in Cloppenburg. Außerdem trainiere ich die weibliche Oberliga-C-Jugend des TVC. Bald ist es stressfreier für mich“, unterstreicht die 28-jährige C-Lizenz-Inhaberin.
In Friedrichsfehn trug die Rückraumspielerin zu einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde bei. Mit einem 4:0-Lauf schafften Karla Witte (2), Lea Hillmer und Laura Scheper aus einem 3:6 (11.) eine 7:6-Führung (14.). Auch beim 9:8 (16.) durch einen von Hillmer verwandelten Siebenmeter lagen die Löwinnen noch vorn.
„Wir haben uns in der ersten Halbzeit gut verkauft. Da stimmte auch das Rückzugsverhalten“, urteilte Öhlmann. „Phasenweise haben wir gut gespielt, dann unterliefen uns technische Fehler“, sagte Hillmer. „FriPe“ nutzte die Schwächen eiskalt aus, drehte mit einem 5:0-Lauf den Spieß zum 13:9 (22.) um. Andra Haake (4) erhöhte zum 19:14-Pausenstand. Die „Lady Lions“ scheiterten auch einige Male an Torhüterin Carolin Tiedeken.
Nach dem Wechsel blieb es bis zum 20:25 (44.) durch Karla Witte beim Fünf-Tore-Rückstand, anschließend folgte eine weitere schwache Phase der Löwinnen. Der Tabellenfünfte zog mit den Haupttorschützinnen Clementine Stoll (8/6) und Ruth Kampers (5) entscheidend auf 30:20 (50.) davon. „Da sind wir unkonzentriert gewesen. Es haben auch die Kräfte gefehlt“, analysierte Chylinski.
In der Endphase verkürzten Witte, Hillmer und Scheper mit drei Treffern in Folge von 24:34 (57.) auf 27:34 (59.). Kleine Randnotiz: Lisanne Dießel entschied das Duell mit ihrer Schwester Milena mit 3:1 für sich.
Für die Löwinnen kam der endgültige Abstieg aus der vierthöchsten Klasse nicht unerwartet. Das bestätigte Öhlmann: „Wir sind nicht niedergeschlagen.“






