
Er ist zurück: Löwen-Spielertrainer Marko Pernar feierte nach mehr als zwei Jahren sein Comeback. © Krüger
Von: Cord Krüger
Nach langer Verletzungspause feiert Spielertrainer Marko Pernar sein Comeback bei den Löwen und trägt direkt entscheidend zum Last-Minute-Remis in Delmenhorst bei.
Barnstorf – Als Marko Pernar am Samstag gegen 23.30 Uhr nach Hause kam, hatte er seiner Frau etwas zu erzählen. Grund: Nach mehr als zwei Jahren und seinem Kreuzbandriss im rechten Knie hatte der Trainer des Handball-Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen wieder ein Pflichtspiel bestritten. Und sein rund zehnminütiger Einsatz beim 33:33 (22:18) bei der HSG Delmenhorst war gleich von Erfolg gekrönt, denn der 33-Jährige leitete mit seinem Pass den Last-Minute-Ausgleich von Patryk Abram ein (60.).
HSG Delmenhorst – HSG Hunte-Aue Löwen 33:33 (22:18)
Löwen: Kowalski, Petrovic, Leiba – Beljic (1), Kukucka (5), Pishchukhin, Planitz, Damm (5), Stankovic (1), Pernar (2), Chylinski (8/5), Mehinagic (1), Abram (6), Kambachev (1), Lutz (3).
„Sie hat gefragt: ,Was? Du hast gespielt?‘“, berichtete Pernar am Sonntag vom nächtlichen Gespräch mit seiner Jovana in Barnstorf: „Ich hatte ihr vorher nichts von meinem Vorhaben gesagt, und sie hat sich dann sehr für mich gefreut.“ Zweimal traf der Rückraumshooter in der Schlussphase selbst per Schlagwurf – zum 29:32 (52.) und 31:33 (59.).
Dann zog der Spielertrainer beim Stand von 32:33 (60.) die Auszeit und schwor sein Team 13 Sekunden vor Schluss auf den entscheidenden letzten Spielzug ein und nahm Keeper Stanko Petrovic für einen weiteren Feldspieler aus dem Tor.
Alles gut, keine Schmerzen. Ich habe meist nur kontaktlosen Handball gespielt.
Löwen-Spielertrainer Marko Pernar am Tag nach seinem Comeback
In „Überzahl“ bediente Pernar Teamkollege Abram auf Linksaußen – und der Kapitän versenkte den Ball zwei Sekunden vor Ende zum Ausgleich. „Der Punkt fühlt sich wie ein Sieg an – auch, weil wir nach dem verschlafenen Beginn mit sechs Toren zurücklagen“, freute sich Pernar angesichts des zwischenzeitlichen Rückstands von 7:13 (12.).
Selbst die Rote Karte für Edo Mehinagic (19.) steckten die Löwen weg. Der Führungsspieler hatte einen Delmenhorster am Wurf hindern wollen, erwischte seinen Gegenspieler jedoch mit der Hand am Kopf. „Das passiert“, kommentierte Pernar die Szene: „Es war unglücklich, aber über die Entscheidung haben wir uns nicht beschwert.“
In Hälfte zwei spielte Pernars Team „disziplinierter“, Torwart Peter Kowalski hielt „stark“, und Talent Alisman Kambachev nahm Delmenhorsts Leistungsträger Sohail Ramin aus dem Spiel. Sehr zur Freude von Pernar, der nun immer mehr Einsatzzeit sammeln will: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich überhaupt nochmal spiele, da will ich es nicht zu schnell angehen, um mich dann wieder zu verletzen.“ Sicher ganz im Sinne von Frau Jovana.






