
Seine sieben Tore reichten nicht: Edo Mehinagic und die HSG Hunte-Aue Löwen verloren beim bisherigen Schlusslicht. © Krüger, Cord
Von: Cord Krüger
Nach der Löwen-Niederlage beim bisherigen Oberliga-Letzten schrillen die Alarmglocken in der Kreisstadt. Die Handballer um Trainer Marko Pernar stecken wieder tief im Abstiegskampf.
Schiffdorf – Marko Pernar nannte mehrere Gründe für die Schlappe beim TV Schiffdorf: „Unsere Abwehr war nicht auf dem Niveau, wie sie agieren könnte“, monierte der Trainer der HSG Hunte-Aue Löwen nach dem 26:31 (12:17). „Und in der Offensive waren wir zu unbeweglich“, vermisste er die Laufbereitschaft: „Wir haben den Ball zu lange gehalten, sind kaum in gute Aktionen und Positionen gekommen.“ Drittens bekamen seine Handballer Jannik Göbel nicht gestellt: Der Linkshänder warf 15 Tore, davon 13 aus dem Feld. „Das ist der beste Spieler der ganzen Oberliga“, adelte der HSG-Coach den Rückraum-Rechten: „Also hoffe ich, dass er nächste Saison hier raus ist und in der Regionalliga spielt.“
Jetzt muss allen klar sein, dass wir voll im Kampf um den Klassenerhalt stecken.
Löwen-Trainer Marko Pernar
Ob die Löwen dann noch in der Oberliga ran dürfen, erscheint seit Samstagabend alles andere als sicher: „Spätestens jetzt muss allen klar sein, dass wir voll im Kampf um den Klassenerhalt stecken“, mahnte der 33-Jährige: „Wenn wir es nicht schaffen, beim Tabellenletzten zu gewinnen, ist das eine kollektive Verantwortung.“
Sich selbst wollte er da nicht herausnehmen. Doch er hatte von außen einiges versucht, um Göbels Kreise einzuengen: „Wir haben ihn in Manndeckung genommen oder gedoppelt, es aber nie geschafft, ihn konstant unter Druck zu setzen oder sein Spiel entscheidend zu beeinflussen.“
Schwache Löwen-Deckung
So legte Göbel im Alleingang eine 2:0-Führung vor, und die Gäste liefen bis zum Schluss der Musik hinterher. Beim frühen 2:2 (6.) durch Kamil Chylinski stand das Kellerduell bereits zum letzten Mal unentschieden. Entscheidend war die totale Flaute zwischen Minute elf (4:5) und 16 (4:10), als den Gästen kein Tor gelang. Nach dem 15:10 (24.) hatte Löwen-Keeper Stanko Petrovic, der hinter der schwachen Deckung nicht viele Bälle zu fassen bekam, Feierabend. Der für ihn zwischen die Pfosten gerückte Maksym Leiba verbuchte immerhin die Erfolgserlebnisse, Göbel zwei Siebenmeter abgekauft zu haben.
Pernar kritisiert „zu viele einfache Fehler“
Nach Wiederanpfiff wuchs der HSG-Rückstand auf 15:22 (39.) und 17:24 (41.). „Wir hatten keine guten Spieleröffnungen, haben viele einfache Fehler gemacht“, analysierte Pernar. Fehler, auf die die Hausherren gewartet hatten – und die sie oft genug bestraften. Spätestens beim 22:29 (47.) war die Partie entschieden.
„Jetzt müssen wir hoffen, dass aus den oberen Ligen nicht zu viele Mannschaften aus unserem Bereich absteigen“, ahnt der Coach des Tabellenzehnten. Seine Kalkulation: „Sechs bis acht Punkte müssen wir noch holen, um sicher drin zu bleiben.“ Acht Partien bleiben den Löwen noch zum Sammeln der Zähler.






