Neun Tore geworfen und einige Gegentore verhindert: Edo Mehinagic (beim Wurf) war stark im Angriff und in der Abwehr. © Krüger

Von: Cord Krüger

Elf Tore hat Kamil Chylinski zum 30:27-Heimsieg seines Handball-Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen gegen den TuS Haren beigesteuert. Aber auch Edo Mehinagic (neun Treffer) war in Ballerlaune.

Er hat sogar nochmal eine Schippe draufgelegt: Kamil Chylinski ließ seinen acht Toren vom vorigen Wochenende nun elf Treffer folgen und führte den Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen am Samstagabend gegen den TuS Haren zu einem 30:27 (19:14)-Heimsieg. „Kamil macht schon viel aus“, adelte HSG-Trainer Marko Pernar den 32-Jährigen: „Ich kann ihn eigentlich überall einsetzen, weil er so ein guter Handballer ist.“

Chylinskis Rückraumkollege Edo Mehinagic steuerte neun Treffer bei und verdiente sich hinterher ebenfalls ein Sonderlob seines Coaches: „Edo hat viel Verantwortung übernommen und sowohl in der Abwehr als auch im Angriff gespielt. Das hat Kraft gekostet.“

Nerven kostete die Hausherren das laut Pernar ziemlich kleinlich pfeifende Schiedsrichtergespann. „Aber wir haben nicht diskutiert, sondern Charakter gezeigt – auch das ist ein Schritt nach vorn.“

Die Löwen führten vor knapp 100 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle nach Chylinskis 1:0 fast permanent (nur mit Ausnahme des 1:1-Zwischenstands), lagen nach vier Minuten mit 4:1 vorn und bauten den Vorsprung auf 9:5 (12.) und 12:7 (15.) aus. Nach dem 14:8 (18.) schmolz das Polster allerdings auf 15:14 (24.), „weil wir nicht schnell genug von Angriff auf Abwehr umgeschaltet haben“, monierte der Übungsleiter: „Das war undiszipliniert, und Haren hat das mit seiner guten ersten Welle und drei schnellen Toren bestraft.“ In der Auszeit ordnete er deshalb ein Fünf gegen Fünf an, was seine Crew zur Pause wieder auf Kurs brachte.

Nach dem Wiederanpfiff warfen  Mehinagic, der erneut abwehrstarke Yury Pishchukhin und Nikola Stankovic ein 23:15 (38.) heraus. Als Rückhalt erwies sich der zum zweiten Durchgang in die Partie gekommene Stanko Petrovic mit seiner 44-prozentigen Erfolgsquote. Mittelmann Marek Damm traf nicht nur doppelt, sondern holte auch noch zwei Siebenmeter und eine Zeitstrafe heraus.

Trotzdem wurde es in der Crunchtime beim 25:23 (54.) noch einmal eng. Aber Kevin Lutz kam in dieser Phase als zweiter Kreisläufer zum Wurf und markierte das vorentscheidende 26:23 (55.). Da fiel dann auch die Rote Karte gegen Stefan Beljic nach seiner dritten Zeitstrafe nicht mehr ins Gewicht, und der zweite Sieg im dritten Saisonspiel stand fest. „Ich bin zufrieden, wir haben uns weiter verbessert“, zog Pernar ein positives Fazit.