
„Viele Spieler sind nicht fit nach der verkorksten Vorbereitung“, sagt Löwen-Trainer Heiner Thiemann (rechts). © Krüger
Von: Fabian Terwey
Nach der nächsten Löwen-Pleite gegen Horneburg redet Heiner Thiemann Klartext. Das sagt die Trainer-Legende zur brenzligen Lage in der Handball-Oberliga.
Diepholz – Heiner Thiemann redete nicht lange drumherum. „Die Leistung war nicht gut“, sagte der Trainer der HSG Hunte-Aue Löwen nach dem bereits achten sieglosen Spiel in Serie. Seine Oberliga-Handballer verloren am Freitagabend auch das Heimspiel gegen den VfL Horneburg und taumeln nach der bitteren 23:31 (9:12)-Pleite dem Abgrund entgegen.
„Sorgen mache ich mir zwar nicht“, sagte Thiemann, „aber es ist eine prekäre Situation, und wir müssen uns auf einen sehr schweren Abstiegskampf einstellen.“ Aktuell rangieren die Löwen noch über dem Strich, aber nur weil die punktgleiche TSG Hatten-Sandkrug auf dem ersten Abstiegsplatz ebenso regelmäßig patzt.
HSG Hunte-Aue Löwen – VfL Horneburg 23:31 (9:12)
Löwen: Petrovic, Leiba – Beljic, Kukucka (4), Pishchukhin, Planitz, Stankovic (3), Chylinski (4/3), Powelkin (1), Mehinagic (5), Abram (4), Kambachev, Lutz (4).
Gegen Spitzenteam Horneburg hatte Trainer-Legende Thiemann das hauptamtliche Coaching von Marko Pernar übernommen. Der Spielertrainer hatte laut Thiemann bereits seit Wochenbeginn mit Fieber flachgelegen und musste in der Diepholzer Mühlenkamphalle erkrankt passen.
Symptomatisch, schließlich plagen die Löwen seit dem Saisonstart etliche Personalsorgen. Gegen Horneburg fehlte erneut Kreisläufer Tristan Tabeling (Schulterprobleme), und auch Rückraumshooter Marek Damm fiel aus (privat verhindert). Leistungsträger Edo Mehinagic schonte Thiemann zu Spielbeginn bewusst wegen einer Entzündung im rechten Wurfarm.
Angesichts des wachsenden Rückstandes musste die Rückraumkante dann aber doch auf die Platte. Verhindern konnten die fünf Mehinagic-Tore die Niederlage aber auch nicht. „Wir haben in der ersten Halbzeit lange nur von der starken Torwart-Leistung gelebt“, sagte Thiemann über Rückhalt Stanko Petrovic.
Und so drehte Kevin Lutz die Partie nach zwischenzeitlichem Fünf-Tore-Rückstand (6:11/22.) sogar plötzlich auf 13:12 (35.). Die letzte Löwen-Führung, denn anschließend funktionierte das Sieben-gegen-Sechs ohne Torwart wegen technischer Fehler überhaupt nicht mehr, wie Thiemann kritisierte. Die HSG geriet in Rückstand und verlor am Ende deutlich.






