
Voller Einsatz steht bei Löwen-Youngster Marek Damm immer obenan. © Göbel
Von: Hannes Göbel
Löwen-Youngster Marek Damm spricht vor dem Oberliga-Heimspiel gegen den OHV Aurich II (Freitag, 20.00 Uhr/ Mühlenkamphalle) über seinen doppelten Einsatz sowie das „Essen von Mutti“ und lässt seine Zukunft offen.
Diepholz – Das Wort Dauerbrenner passt zu Mittelmann Marek Damm von der HSG Hunte-Aue Löwen wie die Faust aufs Auge. Am vergangenen Samstag spielte der 21-Jährige in Haren gleich zweimal hintereinander Handball auf höchstem Niveau. Erst mit der zweiten Herrenmannschaft in der Landesliga, direkt im Anschluss mit der Ersten in der Oberliga. „Der Tag danach ist immer ein bisschen schwer, sonst geht‘s“, schildert Damm seine körperlichen Nachwehen.
Stundenschlaf und Mitternachts-Snack
Ein typisches Heimspielwochenende beginnt für ihn am Freitagmorgen um 5 Uhr mit der Arbeit bei Kolbus, einem Maschinenbauunternehmen in Rahden. Gegen 14.15 Uhr hat er Feierabend, um 14.45 Uhr ist der Handballer wieder zu Hause. Dann gibt es „Essen von Mutti“, wie er mit einem Lachen erzählt. „Meistens Reis oder eine Hackpfanne.“ Nachdem Damm sich gestärkt hat, geht es ins Bett. Etwa eine Stunde, bevor er noch einen Kaffee mit seinen Eltern trinkt und zur Mühlenkamphalle aufbricht, in der das Abendspiel mit der Oberliga-Truppe ansteht. Kurz noch bei der Physiotherapeutin die Waden lockern lassen und ab auf die Platte. Nach dem Spiel befreit er mit seinen Teamkollegen den Hallenboden vom Harz, nimmt noch ein Getränk und ist nach „einem Zwischenstopp bei McDonalds“ gegen Mitternacht wieder zu Hause.
Am Samstag heißt es um 10 Uhr raus aus den Federn, frühstücken und wieder los zur Halle. Diesmal allerdings zu der in seiner Heimat Wagenfeld am Branntweinsweg. Dort hilft er beim Aufbau für das Spiel der Zweiten am Abend, bei dem er natürlich auch selbst erneut auf dem Feld steht. Zwischendurch fährt Damm nochmal nach Hause und baut seinen fast schon traditionellen einstündigen Schlaf vor dem Spiel ein. Nach – im besten Fall – einem Sieg gibt es noch „ein bis zwei, drei, vier Bier“, sagt Damm und lacht. Zeit für Familie, Freundin und Freunde hat er dann am Sonntag. „Das funktioniert“, meint der Rückraummann, der eine unglaubliche Energie mitbringt.
Hungrige Löwen und ungewisse Damm-Zukunft
Von Dauerbrenner Damm und dessen Feuer wollen die Löwen am Freitagabend im Heimspiel gegen den OHV Aurich II (20.00 Uhr) in der Diepholzer Mühlenkamphalle profitieren – und den vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen feiern. Gegner Aurich steht auf dem elften Tabellenplatz, drei Punkte hinter der HSG, hat allerdings auch ein Spiel weniger absolviert. Das Hinspiel entschied der Ostfriesische Handballverein mit 36:29 klar für sich.
„Wir haben die Siegermentalität wiederbekommen und werden 60 Minuten kämpfen. Ich sehe, dass die Jungs hungrig sind“, sagt Löwen-Coach Marko Pernar, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.
Froh dürfte er sein, dass die Zweitvertretung am Wochenende spielfrei hat und Damm sich voll auf die Oberliga-Begegnung fokussieren kann. „Natürlich ist die Verletzungsgefahr da, aber er will immer spielen, da kann ich auch nicht Nein sagen“, so Pernar, der das Nachwuchstalent lobt: „Marek hat sich gut entwickelt und sein Gefühl für die Mitspieler verbessert.“
Ob Damm über die Saison hinaus bei den Löwen bleibt, ist ungewiss, die Entscheidung wird aber zeitnah fallen, wie Pernar und Damm bestätigen. Zuletzt gab es Gerüchte um einen Wechsel zu Oberliga-Konkurrent TV Neerstedt. Der 21-Jährige selbst will sich dazu nicht äußern.






