Gefeierter Held im Delmenhorst-Spiel: „Matchwinner“ Patryk Abram. © Terwey

Von: Fabian Terwey

Nach dem emotionalen 33:33 in Delmenhorst wollen Marko Pernar und die Löwen-Handballer im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV II wichtige Punkte holen, um nicht ganz unten reinzurutschen.

Diepholz – Patryk Abram rannte seinen Teamkollegen nach dem „Last-Second-Ausgleich“ losgelöst entgegen, versank in einer großen Jubeltraube, und der herangeeilte Nikola Stankovic rüttelte den Pulk mit einem beherzten Trikotgriff noch einmal kräftig durch.

Auf die HSG Hunte-Aue Löwen wirkte das späte Tor zum 33:33-Unentschieden in Delmenhorst wie eine Befreiung. Entsprechend euphorisiert gehen die Oberliga-Handballer jetzt ins Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV II (Freitag, 20.00 Uhr).

„Es war so schön die Freude der Mannschaftskollegen zu sehen. Alle sind auf mich zugelaufen“, blickt Abram zurück: „Dass ich im letzten Angriff den Wurf nehme, hatte der Coach bei der Auszeit bestimmt. Dass es so gut klappt, war natürlich super.“

Die Stimmung in der Mannschaft war „nach diesem gefühlten Sieg hervorragend“, sagt Spielertrainer Marko Pernar vor dem nächsten Duell in der Diepholzer Mühlenkamphalle: „Man spürt im Training die positive Energie und das gestiegene Selbstvertrauen.“

Den „Rückenwind“ will Pernar unbedingt mitnehmen: „Jetzt gilt es, von Beginn an als geschlossenes Team aufzutreten und dort weiterzumachen, wo wir im letzten Spiel aufgehört haben.“

Auch weil es für die Löwen nach fünf Sieglos-Spielen dringend an der Zeit ist zu gewinnen, um nicht in den Abstiegskampf zu geraten. Schließlich beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem die Gäste stehen, nur zwei Punkte. Bei einem Sieg könnten die Wilhelmshavener also gleichziehen.